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Symposium: Einblicke. Ausblicke. 10 Jahre Alter Schlachthof in Karlsruhe

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Am vergangenen Freitag, den 24. April 2015, wurde ich vom K3 – Kultur- und Kreativwirtschaftsbüro Karlsruhe zu dem Symposium anlässlich des 10-Jährigen Bestehens des „Alten Schlachthofs“ eingeladen. Im Tollhaus habe ich im Zeitraum von 2013-2014 für das RKW Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes Beratungen angeboten – von daher kannte  ich diesen spannenden Ort.

Mit Michael Söndermann (Büro für Kulturwirtschaftsforschung) gab es im Perfekt Futur (Gründerzentrum für Kreativwirtschaft) gleich den richtigen Auftakt zur Branche: „zwischen Selbstausbeutung, Netzwerken und Innovation“. Andrea Hammer (wissenschaftliche Mitarbeiterin im Amt für Stadtentwicklung der Stadt Karlsruhe) stellte die Studienergebnisse Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft vor.

Nora Wegner präsentierte im Anschluss die Ergebnisse der Befragung der Nutzerinnen und Nutzer auf dem Alten Schlachthof Karlsruhe. Hier viel die hohe Beteiligung und Identifikation auf. Irene Reifenhäuser (Geschäftsführende Gesellschafterin CONTRACT KG) zeigte als Begleiterin der ersten Stunde „wie man alles optimal falsch macht und es trotzdem klappt“.

PF_01Aus städtebaulicher Sicht reflektierte Professorin Martina Baum (Studio Urbane Strategien/ Universität Stuttgart Lehrstuhl für Stadtplanung und Entwerfen) „10 Jahre Alter Schlachthof Karlsruhe aus der Sicht der Stadtplanerin.

Ich selbst brachte mich dann im ersten Workshop mit ein. Der Workshop sollte sich mit den Leitfragen auseinandersetzen, welche Bedeutung die Kultur- und Kreativwirtschaft für Karlsruhe hat und inwieweit der Kreativpark Alter Schlachthof als Impuls zur Förderung und Entwicklung der Kreativszene in Karlsruhe beiträgt. Weiter sollen die Fragen diskutiert werden, was zukünftig noch getan werden kann, um den Alten Schlachthof und die Kultur- und Kreativwirtschaft in Karlsruhe weiter zu entwickeln und inwiefern der Kreativpark als Best Practice Beispiel Vorbild sein kann.

Eine verbesserte Kommunikation und vor allem Moderation zwischen den Parteien sowie eine Vernetzung zu Standorten in der Oberrhein-Region (Vertreter aus Basel und Straßburg waren vor Ort) waren meine Eingaben. Die Ergebnisse aus meiner Gruppe trug ich dem Plenum vor. Am späten Nachmittag wurden die Ergebnisse noch diskutiert. Den ganzen Tag über haben drei Illustratoren die Inputs an eine Leinwand gezeichnet. So etwas ist immer schön. Ich hoffe, dass die Teilnehmer des Symposiums dieses Bild auch als Ergebnis noch zugesendet bekommen.

 

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Zum Ende des Tages kam auch die Politik noch zu Wort. Dr. Frank Mentrup (Oberbürgermeister Karlsruhe) beschwerte sich über die Art der Kreativen und den Vorschlag, die Tram-Haltestelle Tullastraße in „Alter Schlachthof“ umzubenennen – man solle auch Rücksicht auf den KVV Karlsruher Verkehrsverbund nehmen. Er merkte ziemlich schnell, dass gar nicht „gemotzt“ wurde. Sein Nachteil war, er hatte die Diskussion des Tages gar nicht mitbekommen. Trotzdem ist er anscheinend offen für weitere konstruktive Vorschläge zur Förderung des Areals und auch der Kultur- und Kreativwirtschaft. Für mich war es schön an alter Wirkungsstätte zu sehen, wie sich der „Alte Schlachthof“ (auch für Kultur- und Kreativwirtschaft) entwickelt hat und welche Perspektiven noch entstehen.